Ein gewisser Herr Uhl schreibt auf abgeordnetenwatch:
Die ganze pseudo-bürgerrechtsengagierte Hysterie von Pseudo-Computerexperten, man müsse um jeden Preis ein „unzensiertes Internet“ verteidigen etc. – vgl. www.ccc.de -, fällt für mich in die Kategorie: juristisch ohne Sinn und Verstand und moralisch verkommen.
Man lege sich die Pressemitteilung „GI fordert ernsthafte Verfolgung von Kinderpornografie“ der Gesellschaft für Informatik e.V. daneben:
Die GI ist der Überzeugung, dass solche Sperrungen von WWW-Adressen nicht nur wenig hilfreich, sondern überwiegend schädlich sind. Vielmehr sollten alle auf diese Internetseiten zugreifenden Straftäter unverzüglich verfolgt werden.
Die Sperrung von Webseiten ist keine sinnvolle Maßnahme der Strafverfolgung. Es reicht keinesfalls aus, den Zugriff auf pädophile Inhalte im Internet zu erschweren. Vielmehr muss von vornherein verhindert werden, dass solche Inhalte überhaupt erstellt und dann auch noch veröffentlicht oder weitergegeben werden. Sperrungen bewirken nicht, dass diejenigen, die Verbrechen an Kindern begehen, gefasst und verurteilt werden. Dies können nur Polizei und Staatsanwaltschaften erreichen.
Ich unterstelle der Gesellschaft für Informatik größeren Sachverstand als Herrn Uhl (dem CCC übrigens auch, obwohl ich kein Fan desselben bin). Überhaupt kenne ich viele Diplom-Informatiker (und auch diverse Juristen), die der Sperrmaßnahme skeptisch gegenüberstehen; es scheint sogar eine deutliche Mehrheit zu sein, wohingegen von der Laien-Fraktion weniger Kritik kommt.
Wer sind nochmal die Pseudo-Experten?