Hessen hat keine Zweifel bei Wahlcomputern, berichtet Heise. Wie üblich werden Sicherheitsbedenken angeführt, Wahlcomputer sind manipulierbar usw…
Ich denke ja, die Diskussion wird von der falschen Seite geführt. Ist doch egal, wie sicher Wahlcomputer sind. Anders gesagt: Wahlen müssen nicht einfach nur sicher sein. Sie müssen nachvollziehbar sicher sein, der Wähler soll also verstehen können, wie das Verfahren funktioniert und sich vergewissern können, daß alles mit rechten Dingen zugeht. Wenn die Stimmzettel in einer Urne sind, dort öffentlich herausgenommen werden und ebenso öffentlich ausgezählt werden, dann versteht das Jedermann. Wenn in eine Wahlmaschine Chips eingeworfen werden, die in verschiedenen Schächten landen und sowohl automatisch als auch manuell gezählt werden können, dann auch. Wenn aber das Verfahren rein elektronisch abläuft, dann kann das niemand. Selbst Experten (und zu denen zähle ich mich) müssen dafür einen sehr hohen Aufwand treiben und können sich in aller Regel dennoch nicht hundertprozentig sicher sein.
Und deshalb bin ich gegen Wahlcomputer. Egal, ob nun offenkundige Sicherheitslücken vorhanden sind oder nicht.